Produktions- und Systemtechnik

Produktionstechnik

Die Produktionstechnik ist einer der entscheidenden Pfeiler der Wettbewerbsfähigkeit in der verarbeitenden Industrie. Einzelaspekte der Produktionstechnik sind die Technologien und Maschinen bzw. Maschinensysteme für die Teilefertigung und Montage einschließlich ihrer Automatisierung. Die klassischen Fertigungstechnologien (spanende, spanlose Teilefertigung, Schweißtechnik) wurden gerade in Braunschweig in Forschung und Lehre in den letzten Jahren durch neue Technologien wie Mikrotechnik oder Oberflächentechnik ergänzt.

Neben diesen technologisch orientierten Arbeitsgebieten ist aber auch die Beschäftigung mit organisatorischen Konzepten und der technischen Betriebsführung von großer Bedeutung. Mit diesen Teilproblemen grenzt die Produktionstechnik unmittelbar an die Produktionswirtschaft als Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre.

Neben der Herstellung von Gütern muss sich die Produktionstechnik verstärkt mit deren Verarbeitung nach Gebrauch (z.B. Demontage) auseinandersetzen.

Der Forschung und Entwicklung auf allen Teilgebieten sowie der frühen Umsetzung neuer Erkenntnisse kommt deshalb in Bezug auf die ökonomische und ökologische Entwicklung der produzierenden Betriebe aber auch der gesamten Wirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Der deutsche Maschinenbau und insbesondere die Investitionsgüterindustrie entwickelten sich auf der Grundlage der produktionstechnischen Forschung (trotz aktueller Probleme) zu der heute führenden Position in der Welt.

Daher ist es von besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung, auch in Zukunft breit ausgebildete Produktionsingenieure mit Einsatzmöglichkeiten in den verschiedensten Branchen nicht nur in Deutschland zur Verfügung zu haben

Systemtechnik als Wissenschaft

Oftmals hat die Integration bestehender Wissensgebiete zu neuen Entwicklungen in der Technik, ja sogar zu neuen Disziplinen geführt. Systemtechnik führt die Disziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Automatisierungstechnik so zusammen, dass das Nebeneinander von Einzelwissenschaften durch ein systematisches Miteinander ersetzt wird. Die Planung komplexer Systeme wird durch die kostengünstige Informationsverarbeitung dank der modernen Mikroelektronik wesentlich vereinfacht. Wegen der immer steigenden Bedeutung der Funktionalität muss die Konzeption eines komplexen Geräts als System in den Vordergrund treten gegenüber der sicherlich auch notwendigen Planung seiner Komponenten. Systemtechnik ist also nicht die Reduktion von Elektrotechnik und Maschinenbau auf ihre historischen Wurzeln. Systemtechnik schafft aus diesen Disziplinen durch Hinzufügen von Automatisierungstechnik und weiterer informationsverarbeitender Technologien ein Wissensgebiet, das einen neuen Zugang zu vielen komplexen technischen Problemen schafft.

Systemtechnik ist eine junge und schnell wachsende Wissenschaft, deren Inhalte naturgemäß nicht so scharf umrissen sind und nicht so scharf abgegrenzt sein dürfen wie die etablierten Ingenieurdisziplinen. Sicherlich zählen aber Aktoren wie z.B. hochdynamische Antriebe, Sensoren basierend auf verschiedensten Halbleitertechnologien, neue Werkstoffe wie Mehrschichtstrukturen, die piezoelektrische oder magnetostriktive Effekte nutzen, Mikrocontroller und Mikrocomputer genauso zu diesem Fach wie Automatisierungseinrichtungen. Da das Ziel die Integration obiger Gebiete ist, ist Systemtechnik nicht multidisziplinär, sondern interdisziplinär.

Kontakt

Technische Universität Braunschweig
Institut für Füge- und Schweißtechnik

Langer Kamp 8
38106 Braunschweig

Tel: 0531 391 - 95501
Fax: 0531 391 - 95599

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